Feste feiern mit Spaß und ohne Ärger.

Oktoberfest2014.1Auf Einladung des Festwirts des Konstanzer Oktoberfestes, Hans Fetscher, hatten die Mitglieder des "Landesnetzwerks Neue Festkultur" die Möglichkeit, sich am 26.09.2014 über das Konzept und die Hintergründe des Konstanzer Oktoberfestes zu informieren. Bereits bei der Tagung "S'got au andersch" des Netzwerks am 02. Oktober 2013 referierte Herr Fetscher über sein Konzept, das sich ganz pragmatisch mit "neuer Festkultur" beschäftigt und ganz bewußt neue Wege geht. Bereits bei dieser Tagung erfolgte die Einladung, sich das Fest  vor Ort anzuschauen.

Beim Konstanzer Oktoberfest sind über einen Zeitraum von 3 Wochen täglich ca. 6000 Menschen in zwei großen Zelten am Feiern. Die Zelte öffnen um 18:00 Uhr und werden um 23:00 Uhr geschlossen. Die Plätze in den Zelten können bereits Monate zuvor gebucht werden - was ausgiebig genutzt wird. Der Zutritt von Jugendlichen unter 18 Jahren ist in diesen Zelten nicht  erlaubt (außer in Begleitung von Eltern), dafür gibt es ein extra Jugend-Zelt, in dem ein mit Jugendlichen geplantes Programm läuft. Auch hier sind die Öffnungszeiten die gleichen. Mit dieser Maßnahme umgeht Herr Fetscher aufwändige Jugendschutzkontrollen, hat allerdings in der Planung der Parallelveranstaltung für die Jugendlichen einen erheblichen Mehraufwand. Das Jugendzelt und die dortigen Aktivitäten werden durch eine kleine Umlage, die alle Anlieferer des Festes zahlen müssen, finanziert. Rund um die Zelte läuft ein Vergnügungspark mit den üblichenFahrgeschäften.

Nach Angaben von Herrn Fetscher ist es kein Problem, die Zelte um 18:00 Uhr voll zu haben. Es gibt hier also das Problem, dass die Besucher erst zu später Stunde eintreffen überhaupt nicht. Das liege daran, dass der Zeitraum bis 23:00 Uhr klar bennant sei und dass durch die Vorab-Buchung der Plätze - die immer sehr knapp sind - ein hohes Interesse entstehe, den zur Verfügung stehenden Zeitraum auszuschöpfen. Allerdings müsse bei einem Beginn um 18:00 Uhr auf eine hohe Essensqualität wert gelegt werden - was die Besuchergruppe ausgibig testen und für gut befinden konnte.Oktoberfest2014.3

Die Unterhaltungsband spielte an diesem Abend alle Gassenhauer rauf und runter, das Publikum stand beim dritten Titel bereits zu 80% auf den Bänken und sang begeistert mit. Unter der Woche werden bekanntere Bands engagiert, um eine Auslastung der Zelte zu garantieren.

An den Tischen werden keine harten Alkoholika angeboten. Diese gibt es nur an einer gesonderten Theke. Das Hauptgetränk ist Bier in allen Variationen - sogar alkoholfrei. Zumindest an diesem Abend waren keine Alkoholexzesse zu beobachten, die Stimmung war heiter und gelöst.

Eine praktische Erkenntnis des Abends: Man kann als Inhaber des Hausrechts die Vertreter von GEMA oder GEZ einfach per Schild aus dem Saal verweisen.

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Herzlichen Dank an Herrn Fetscher für diese ungewöhnliche Sichtweise auf sein Fest!

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Festkultur

neue-festkultur-logo 18 Landkreise sind derzeit (Stand Januar 2013) im Netzwerk Neue Festkultur zusammengeschlossen.

Allen gemeinsam ist die Arbeit im Netzwerk, das Vorhandensein einer Selbstverpflichtung für die Festveranstalter und die Basis der "Leitlinie für eine neue Festkultur" die von allen Landräten unterzeichnet worden ist.

Auf der Homepage www.landesnetzwerk-neue-festkultur.de finden sich weitergehende Informationen für Veranstalter, Behörden, Eltern und Jugendliche.

Interressierte Landkreise können diesem Netzwerk gerne beitreten. Kontakt über das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Auch Landkreise aus anderen Bundesländern sind willkommen!

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